Eike

Bevor ich am Abendgymnasium mein Abitur machte, habe ich in einem Kalkwerk gearbeitet. Davor habe ich in zahlreichen anderen Berufen gejobbt, jedoch nie etwas gefunden, was ich mir dauerhaft vorstellen konnte.
Meine Beweggründe an meiner Lebenssituation etwas zu ändern, war, dass ich erfahren musste, dass in vielen handwerklichen Betrieben eine Menge Schikane herrscht. Meine Hoffnung war, dass diese mit steigendem Bildungsstand nachlassen würde. Weiter empfand ich viele Arbeiten, denen ich nachgegangen bin, als monoton. Dadurch wurden die Arbeitstage oft quälend lang. Als ich an der Abendschule begann, hatte ich zwar keine genaue Vorstellung davon, wohin meine berufliche Reise gehen sollte aber ich wollte meine Optionen erweitern.
Obwohl es einige Mühe kostet, am Tag zu arbeiten und abends in die Schule zu gehen, kann ich rückblickend nicht sagen, dass ich keine Freizeit mehr hatte. Ich habe eigentlich nicht die Erfahrung gemacht, dass mein Privatleben stark gelitten hätte. Die Lernatmosphäre am Abendgymnasium war sehr angenehm. Ich habe dort sehr viel Unterstützung und Zuspruch gefunden. Dadurch war die Quälerei sehr viel geringer, als man es sich vielleicht zu Beginn vorgestellt hat.

Meine finanzielle Situation habe ich wie folgt gelöst: Während meiner Zeit am Abendgymnasium habe ich zunächst mit einer halben Stelle an drei Tagen in der Woche gearbeitet. Bei finanziellen Engpässen hatte ich das Privileg, dass mir meine Familie aushelfen konnte. Nach der Hälfte der Zeit konnte ich Bafög beziehen. Dadurch war ich in der Lage, weniger zu arbeiten und mich stärker auf mein Abitur zu konzentrieren.

Der Erfolg hat alle Mühen gelohnt! Die Abendschule habe ich mit dem Abitur abgeschlossen. Im Anschluss habe ich begonnen, Geographie und Germanistik für das Lehramt zu studieren. Derzeit stehe ich kurz vor meiner Masterarbeit und werde in absehbarer Zeit meinen Master of Education abschließen. Neben dem Studium habe ich in verschiedenen Positionen bei Veranstaltungen und Konzerten gearbeitet und mich entschlossen, einen Lehrgang zum Bühnenpyrotechniker zu absolvieren. Das war immer mein Traumberuf. Ich habe festgestellt, dass man sich manchmal einfach nur trauen muss. Da mir der Beruf sehr viel Spaß macht, werde ich ihn vermutlich noch länger ausüben. Lehrer werden kann ich nun immer noch.

Ich habe es nie bereut, mein Abitur am WBK (ehemals Abendgymnasium) gemacht zu haben. An die Zeit dort denke ich gerne zurück und habe sogar ein Praktikum im Rahmen meines Studiums an der Schule absolviert. Wenn es sich einrichten lässt, besuche ich noch immer gerne das Sommerfest und zu dem/der einen oder anderen Lehrer/Lehrerin besteht bis heute freundschaftlicher Kontakt. Es war diese Schule, die mich inspiriert hat, selber Lehrer zu werden. Für jemanden, der bis dahin eine ausgeprägte Abneigung gegen Schulen hatte, ist das wohl ein radikaler Wandel, den ich den Lehrkräften des WBK zu verdanken habe.

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