Rebekka

Bevor ich mich am WBK (damals noch Abendgymnasium) angemeldet habe, habe ich in einer Bundesbehörde in der Personalabteilung als Verwaltungsfachangestellte gearbeitet. Fast ein Jahr vorher hatte ich meine Ausbildung beendet.

Eigentlich habe ich schon nach der Realschule den Wunsch gehabt auf ein Studium hinzuarbeiten. Leider war mir das damals aufgrund fehlender Qualifikation für den Besuch des Gymnasiums (dank meiner damaligen Faulheit) erstmal nicht möglich. Daher habe ich zunächst eine Ausbildung gemacht und dank dieser auch gelernt, was es heißt für ein Ziel zu arbeiten. Nachdem ich diese beendet hatte, kam der Wunsch eines Studiums immer wieder auf. Meinen erlernten Beruf wollte ich zudem nicht weiter ausüben, ich merkte, dass dieser auf Dauer nicht zu mir passt. Da ein Studium ohne das Abitur natürlich nur eingeschränkt möglich ist, habe ich mich informiert wie ich dieses nachholen kann und bin auf das WBK gestoßen. Da ich meinen Beruf in der Zeit aus finanziellen Gründen nicht aufgeben wollte und dies dank Abendbesuch der Schule möglich war, habe ich mich kurzerhand angemeldet.

Zugegeben war es nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe ein Jahr lang in Vollzeit in meinem Job gearbeitet und bin nach Feierabend dann immer direkt in die Schule gefahren. Das hat schon wirklich viel Kraft gekostet. Nach dem ersten Jahr konnte ich bei einer neuen Stelle in Teilzeit anfangen und dadurch hatte ich genug Zeit für alles was nebenbei anfiel, wie z.B. den Haushalt und das Lernen.

Natürlich hat es Überwindung gekostet, wenn man vielleicht noch mit ein paar Freunden am Nachmittag unterwegs war, gegen 18 Uhr zu sagen, dass man aber wieder los muss, um in die Schule zu gehen (gerade im Sommer bei schönem Wetter). Zum Glück hat mein Umfeld mich aber immer unterstützt und mich in meinem Vorhaben bestärkt. Auch die Klassengemeinschaft war schnell gefestigt, sodass die Motivation angesteckt hat und man sich außerdem gefreut hat seine Mitstreiter abends wieder zu sehen.

Nach dem Abitur bin ich nach Hamburg gezogen, um an der Universität ein Studium der Soziologie mit dem Nebenfach Sprachwissenschaften anzufangen. Ich wohne hier mit meiner besten Freundin (die ich in meiner Klasse am WBK kennen gelernt habe) in einer WG. Als ich mich beim WBK angemeldet habe, hätte ich dies nie für möglich gehalten. Mein Gedanke war immer „Na, wenn das mal gut geht, wer weiß ob ich überhaupt das Zeug dafür habe“. Jetzt gehe ich an die Uni und kann nur sagen, dass sich der manchmal sehr harte Weg mehr als gelohnt hat. Durch die Zeit am WBK habe ich viel Selbstvertrauen gewonnen sowie die Gewissheit, dass man mit einem Ziel vor Augen alles schaffen kann. Ich bin viel disziplinierter und habe an der Schule Freundschaften fürs Leben geknüpft und dort zudem auch meinen jetzt festen Freund kennen gelernt.

Wenn ich in Münster zu Besuch bin, versuchen wir uns außerdem als Klasse regelmäßig zu treffen, etwas trinken zu gehen und uns über unsere jetzigen Wege auszutauschen. Die gemeinsame Zeit hat wirklich zusammengeschweißt und so sind Bekanntschaften und Freundschaften entstanden, die auch über die Schulzeit hinaus weiter bestehen.

Ich kann mich noch gut an die Begrüßungsveranstaltung erinnern, bei der Schüler/innen aus dem vierten und fünften Semester erzählt haben, warum die Schule eine gute Wahl ist und wie kompetent die Lehrer/innen sind. Ich dachte mir insgeheim „Natürlich sagen die das jetzt, der Schulleiter steht ja daneben“. Im Nachhinein kann ich nur bestätigen, was meine Mitschüler/innen damals gesagt haben. Auch wenn Ausnahmen immer die Regel bestätigen, waren die Lehrer/innen bemüht, die Motivation aufrecht zu halten und das Ziel vor Augen zu behalten. Ich habe viel gelernt und hatte trotz später Stunden viel Spaß. Nach dem Unterricht bin ich oft nach Hause gefahren und habe mir gedacht „Gut, dass ich da war.“ Ich kann ernsthaft behaupten, dass dies bis dato die beste Entscheidung meines Lebens war. Also wenn ihr noch am Überlegen seid: Macht es einfach, traut euch und lasst euch überzeugen! Ihr habt nichts zu verlieren! Aber aufgepasst: Nachher habt ihr noch Spaß, findet Freunde und lernt etwas. Und das in der Schule! 😉

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